Waren römische Legionäre alle Römer?
Nicht jeder Soldat, der nach Gallien oder Britannien marschierte, war tatsächlich Römer. Manche Legionäre sprachen nicht einmal Latein.

Unknown — "Intaglio: Imperial Eagle" (c. 1–25 CE), CC0
Nur 'Römer' unter dem Adler?
Stell dir einen Legionär vor: Bronzerhelm, rote Tunika, lateinische Flüche. Wir sehen sie als geborene Bürger Roms, marschierend für die Stadt am Tiber. So zeigen es zumindest alle Filme.
Die meisten waren Fremde.
Auf dem Höhepunkt des Imperiums waren die Legionen zur Hälfte mit Männern aus den Provinzen gefüllt: Spanier, Nordafrikaner, Daker, Syrer. Viele sprachen kein Latein als Muttersprache. Grabsteine in Britannien nennen Soldaten, die im heutigen Syrien oder Thrakien geboren wurden. Nach 212 n. Chr. wurden zwar alle freien Männer im Reich Bürger – aber Roms Legionen waren längst eine globale Truppe.
Mythos made in Rome.
Römische Beamte liebten die Vorstellung einer reinen Bürgerarmee, die das Herz der Welt verteidigt. Aber Soldlisten und Grabsteine erzählen eine andere Geschichte – Roms wahre Stärke lag darin, Außenseiter in die Reihen aufzunehmen und ihnen mit jedem Kampf das Bürgerrecht zu schenken.
Im 2. Jahrhundert bestand bis zur Hälfte der römischen Armee aus Nichtbürgern: Thraker, Gallier, Syrer und viele mehr. Das Imperium lief auf der Kraft seiner 'Barbaren' in Uniform.