Römisches Streetfood: Gewürzwein zum Mitnehmen
An einem kühlen Morgen in Pompeji schöpft der Straßenverkäufer dampfenden, gewürzten Wein direkt in deinen Becher—zum Mitnehmen.

Unknown — "Marble statue of a wounded Amazon" (1st–2nd century CE), public domain
Heißer Gewürzwein, Pompeji-Style
An einem kühlen Morgen in Pompeji schöpft der Straßenverkäufer dampfenden, gewürzten Wein direkt in deinen Becher—zum Mitnehmen. Römisches Fastfood war nicht nur Brot und Käse—manchmal gab’s auch einen Schwips dazu.
Das Original-Getränk „to go“
Antike römische 'Thermopolia' verkauften nicht nur Eintopf und Brot. Viele boten auch 'calda' an—Wein, erhitzt und mit Honig und Gewürzen wie Pfeffer verfeinert. Funde in Pompeji zeigen Mischkrüge mit Rotweinspuren und Überreste von Pfeffer—heiße Getränke standen also auf der Karte.
Nächstes Mal beim Latte-Bestellen…
Für ein paar Kupfer-As konnte man sich seine calda schnappen und durch die Straßen schlendern. Die Römer tranken schon heiße Getränke unterwegs—zweitausend Jahre vor dem Pappbecher.
Antike römische 'Thermopolia' verkauften nicht nur Eintopf und Brot. Viele boten auch 'calda' an—Wein, erhitzt und gewürzt mit Pfeffer, Honig und manchmal sogar Safran. Archäologen fanden Mischkrüge und Schöpfkellen, noch rot gefärbt, und verkohlte Pfefferkörner. Für ein paar As konnte man sich einen Becher holen und den Gewürzwein beim Schlendern durch die Straßen genießen. Nächstes Mal beim Coffee to go: Die Römer hatten schon vor zweitausend Jahren heiße Getränke zum Mitnehmen.