Römische Anwälte: Keine Gebühren erlaubt
Roms beste Anwälte durften offiziell kein Honorar verlangen – zumindest auf dem Papier.

Keine Honorare – nur großzügige Geschenke
Nach römischem Recht, der Lex Cincia (204 v. Chr.), war es Anwälten tatsächlich verboten, Geld für ihre Arbeit zu nehmen. Ein Plädoyer vor Gericht galt als Bürgerpflicht, nicht als Beruf.
Der Trick: Geschenke und Schlupflöcher
Natürlich arbeitete kein ehrgeiziger Anwalt umsonst. Dankbare Klienten überreichten stattdessen 'Geschenke' – mal Bargeld, mal teure Waren. Alle taten so, als hielten sie die Regeln ein, aber jeder kannte den wahren Preis einer guten Verteidigung.
Römische Advokaten (die redegewandten Anwälte) war es gesetzlich verboten, für ihre Dienste bezahlt zu werden. Das Gesetz aus der frühen Kaiserzeit sollte Korruption verhindern und die Gerechtigkeit 'rein' halten. In Wirklichkeit umgingen die meisten das Verbot mit großzügigen 'Geschenken'. Wer offen ein Honorar verlangte, riskierte Strafe – für Mandant und Anwalt, laut Lex Cincia.