Fragmenta.
An Diesem Tag·Antikes Rom·Republikanisches/Kaiserliches Rom

Heute vor: Brennende Füchse für Ceres

10. April: Im Herzen Roms banden Jungen brennende Fackeln an Fuchsschwänze und ließen sie laufen – Spektakel oder Opfer?

Heute vor: Brennende Füchse für Ceres

Die wildeste Halbzeitshow Roms

Irgendwann während der Cerealia, die von Anfang bis Mitte April stattfanden, führten die Römer ein seltsames Ritual auf: Füchse mit brennenden Fackeln am Schwanz jagten durch das Circus Maximus. Antike Quellen wie Ovid schildern das Johlen der Menge, während die Tiere über den Sand hetzten – teils Strafe, teils Spektakel.

Warum ausgerechnet Füchse? Selbst die Römer rätselten.

Ovid hat eine Vermutung: Vielleicht eine alte Bauerngeschichte über einen Fuchs, der Felder in Brand setzte, oder eine Warnung an Schädlinge. Vielleicht sollte das Ritual auch die Felder vor Missernte schützen. Was auch immer der Ursprung war – die feurigen Füchse wurden zum schockierendsten und einprägsamsten Bild des Festes.

Während der Cerealia ließen die Römer Füchse mit brennenden Schwänzen durch das Circus Maximus rennen – ein Ritual, das gleichermaßen rätselhaft wie unvergesslich war.

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