Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit, 1. Jh. n. Chr.

Fermentierte Fischsauce—Roms Lieblingswürze

Ein römisches Festmahl wird aufgetragen—und das Erste, was auf jedes Gericht kommt, ist Garum: eine fermentierte Fischsauce, die so stark stinkt, dass man die Fabrik meilenweit riecht.

Fermentierte Fischsauce—Roms Lieblingswürze

Salvator Rosa — "The Dream of Aeneas" (1660–65), public domain

Roms Powersauce: Garum

Ein römisches Abendessen war ohne einen ordentlichen Schuss Garum—fermentierte Fischsauce—nicht komplett. Der Geschmack: salzig, scharf, fast süchtig machend. Der Geruch? Laut antiken Beschwerden stark genug, um eine Straße leerzufegen.

Von faulendem Fisch zum Luxusgut

Garum-Fabriken säumten die Küsten Spaniens und Nordafrikas, wo Amphoren mit verflüssigten Fischinnereien gefüllt wurden. Römische Köche gossen es über fast alles—Brot, Bohnen, sogar Desserts. Im 1. Jahrhundert n. Chr. erzielten die feinsten Garum-Sorten astronomische Preise und hatten echte Markenfans.

Dein Ketchup ist ihr Garum

Wenn du das nächste Mal zu Ketchup oder Sojasauce greifst, denk dran: Roms großer Geschmack kam vom monatelang in der Sonne vergorenen Fisch. In Pompeji stehen noch heute die Krüge, in denen das gute Zeug lagerte.

Garum war so beliebt und wertvoll, dass manche Flaschen mehr kosteten als importierter Wein. Die besten Marken reisten in Tonamphoren durchs ganze Imperium. Wer in Rom aß, aß vergorenen Fischsaft—und wollte meist Nachschlag.

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