Platon als Sklave verkauft
Der Philosoph Platon steht gefesselt und zum Verkauf auf den geschäftigen Docks von Ägina.

Achilles Painter — "Terracotta lekythos (oil flask)" (ca. 440 BCE), public domain
Ein Philosoph in Ketten.
Nachdem er Dionysios, den Tyrannen von Syrakus, kritisiert hatte, wurde Platon auf der Heimreise festgenommen. Seine Feinde schleppten ihn nach Ägina, wo er auf dem Sklavenmarkt stand – zwischen Verbrechern und Gefangenen, seine Zukunft völlig ungewiss.
Gerettet durch seinen Ruf.
Die Geschichte erzählt, dass ein reicher Bewunderer namens Anniceris Platon auf der Auktion erkannte, den Preis zahlte und ihn freiließ. Der Philosoph kehrte mit neuen Narben und einem schärferen Blick auf die Macht nach Athen zurück. Diesmal retteten ihn nicht seine Ideen.
Vom Sklavenmarkt zur Akademie.
Platon nahm das Lösegeld, das für ihn gezahlt wurde, und gründete damit seine berühmte Akademie – ein Beweis, dass auch die Philosophie manchmal mit einem Glücksfall beginnt.
Ein Streit mit einem Tyrannen brachte Platon auf den Sklavenmarkt – seine Freiheit kaufte ihm ein Fremder ab, der seine Schriften kannte.