Platon als Sklave verkauft
Philosoph trifft Sklavenmarkt. Nach einer katastrophalen Sizilienreise wird Platon verraten, verkauft und wie ein gewöhnlicher Gefangener versteigert.

Vom Philosophen zum Gefangenen.
Mit über vierzig reiste Platon nach Syrakus, um dessen Herrscher zu beraten. Stattdessen geriet er mit Dionysios aneinander und wurde – so berichtet Diogenes Laertios – festgenommen, verschifft und auf Ägina als Sklave verkauft. Die Menge nahm vom Namen kaum Notiz.
Freundschaft löst das Lösegeld.
Durch Glück (und Ruf) erkannte der libysche Philosoph Anniceris Platon und bezahlte das Lösegeld für seine Freiheit. Platon ging mit dem Leben davon – und mit einer Geschichte, die kaum ein anderer Philosoph erzählen kann.
Sklaverei hinterlässt Spuren.
Platons Demütigung war mehr als nur ein Tiefschlag. Mit dem Lösegeld gründete er später seine Akademie und wurde besessen davon, wie schlimm reale Politik ausarten kann. Eine enge Begegnung mit dem Abgrund kann die Philosophie selbst verändern.
Selbst der größte Philosoph der Welt war nicht sicher vor Politik – oder Gier. Platons Begegnung mit der Sklaverei veränderte seinen Blick auf Recht, Macht und die Zerbrechlichkeit des Glücks.