Heute vor...: Die Mysterien der Kybele
3. April: Roms Priester schlagen sich auf die Brust—heute ist der Tag des Blutes.

Der Tag des Blutes.
Am 3. April erreichte der Kybele-Kult seinen Höhepunkt: Die Priester—Galli—peitschten sich selbst, bis sie bluteten. Manche, so berichten antike Quellen, vollzogen sogar rituelle Kastration.
Ein fremder Glaube verunsichert Rom.
Die Römer beobachteten das Ganze mit einer Mischung aus Faszination und Unbehagen. Das Ritual sollte an die Gewalt und Wiedergeburt des Gottes Attis erinnern—und verwischte die Grenze zwischen Schmerz und Hingabe.
Das dunkelste Ritual der Megalesia ließ Kybeles Priester in ekstatischer Hingabe Blut vergießen—ein Spektakel, das Römer zugleich schockierte und faszinierte.