Heute vor Urzeiten: Das Gründerfest in Lokroi
22. März: In Süditalien feierten griechische Siedler ihre legendären Gründer mit einem Festmahl.

Gründertag in Magna Graecia
Einige griechische Städte Süditaliens, wie Epizephyrian Lokroi, hielten jedes Frühjahr Rituale zu Ehren ihrer mythischen Gründer ab. Bürgerfamilien zogen zu lokalen Heiligtümern, opferten Tiere und erzählten die Gründungslegende der Stadt – eine Mischung aus griechischer und italischer Tradition.
Warum zur Tagundnachtgleiche?
Feste zu Ehren der Stadtgründer lagen oft um die Frühlings-Tagundnachtgleiche – Zeit des Neubeginns. Autoren wie Diodor berichten, dass der Frühling für die Erinnerung an die Kolonisierung heilig war: Damals landeten die ersten Siedler und stifteten Gesetze und Götter.
Antike Quellen deuten darauf hin, dass in Epizephyrian Lokroi das Gründerfest um die Tagundnachtgleiche gefeiert wurde – eine Mischung aus griechischem Heldenkult und italischem Ritual.