Griechisches Feuer: Keine Erfindung der alten Griechen
Viele glauben, das ‚Griechische Feuer‘ wurde von Griechen gegen Perser oder Spartaner geschleudert – feuriger Tod auf bronzebeschlagenen Schiffen.

Hatten die alten Griechen ‚Griechisches Feuer‘?
Man stellt sich athenische Trieren vor, die Flammenstrahlen auf persische Flotten schleudern – Stoff für Filme und Schulbücher. Der Begriff ‚Griechisches Feuer‘ ruft Bilder von klassischen Kriegern mit geheimen Massenvernichtungswaffen hervor. Aber das ist reine Legende.
Das echte ‚Griechische Feuer‘ war byzantinisch.
Das echte ‚Griechische Feuer‘ wurde im Oströmischen (Byzantinischen) Reich um das 7. Jahrhundert n. Chr. erfunden – fast tausend Jahre nach den Perserkriegen. Kein antiker griechischer oder römischer Autor beschreibt es. Byzantinische Flotten setzten es ein, um feindliche Schiffe mit brennender Flüssigkeit aus siphonartigen Geräten zu vernichten.
Warum die Verwechslung? Schuld ist der Name.
Mittelalterliche Quellen nannten die byzantinische Waffe ‚Griechisches Feuer‘, weil Byzanz damals als ‚Griechisches Reich‘ galt. Mit der Zeit wanderte Name und Legende rückwärts und heftete sich an die klassischen Griechen – und so entstand ein jahrhundertelanger Irrtum.
‚Griechisches Feuer‘ war eine byzantinische Waffe, erfunden Jahrhunderte nach den klassischen Griechen. Kein Beweis verbindet es mit Athen oder Sparta – sein Mythos gehört dem mittelalterlichen Osten, nicht Homers Welt.