Diogenes über Einfachheit
„Es ist das Vorrecht der Götter, nichts zu brauchen, und das gottähnlicher Menschen, wenig zu brauchen.“ — Diogenes, überliefert von Diogenes Laertios, stellt eine Herausforderung in den Raum. «Θεῶν ἐστὶ τὸ μηδενὸς δέεσθαι, θεοειδῶν δὲ ὀλίγων.»

Das Manifest eines Kynikers.
Wie bei Diogenes Laertios (Leben und Meinungen berühmter Philosophen, Buch VI) überliefert, sagte Diogenes: «Θεῶν ἐστὶ τὸ μηδενὸς δέεσθαι, θεοειδῶν δὲ ὀλίγων.» — „Es ist das Vorrecht der Götter, nichts zu brauchen, und das gottähnlicher Menschen, wenig zu brauchen.“ Für Diogenes war Weniger kein Mangel – sondern Auszeichnung.
Weniger ist echte Freiheit.
Für Diogenes war jedes neue Bedürfnis eine frische Fessel. Je weniger du brauchst, desto näher bist du der Unverwundbarkeit. Während die Athener Luxus jagten, lebte er im Fass, aß Reste und beanspruchte ein Glück, das die Stadt nicht kaufen konnte.
Der Ur-Minimalist.
Beschimpft, von Sonnenstrahlen gekitzelt, lief Diogenes barfuß durch Athen – unbeeindruckt von Macht oder Armut. Sein Leben forderte andere heraus: 'Wie viele meiner Wünsche sind bloß Gewohnheit?' Diese Frage ist heute so frisch wie damals.
Diogenes hat es nicht nur gesagt, sondern gelebt – Tag für Tag im Fass, die Reichen und ihre Bedürfnisse entlarvend. Eine Herausforderung für jeden Einkaufswagen.