Das Rätsel der verstümmelten Hermen
In der Nacht vor dem Krieg verlieren Dutzende heilige Statuen in Athen ihr Gesicht—buchstäblich, abgeschlagen im Dunkeln.

Eine Stadt erwacht zu entweihten Göttern
Es ist Mai 415 v. Chr. Die Sizilienexpedition—Athens großes Wagnis—steht kurz bevor. In der Nacht schleichen Unbekannte durch die Straßen und verstümmeln Dutzende Hermen: steinerne Säulen mit dem bärtigen Kopf des Hermes und, berüchtigt, einem erigierten Phallus. Bei Sonnenaufgang steht die Stadt am Rand eines Aufstands.
Panik, Schuld und ein politischer Mordanschlag
Der Angriff ist mehr als Vandalismus—es ist Gotteslästerung. Manche flüstern von Sparta, andere von Feinden im Inneren. Die Aufmerksamkeit fällt auf Alkibiades, den brillanten, aber unberechenbaren Feldherrn, der gerade die Flotte anführen soll. Er bestreitet alles, doch seine Rivalen wittern ihre Chance. Ein Schauprozess wird gefordert—während die Armada schon ausläuft.
Ein Skandal sabotiert ein Imperium
Alkibiades wird mitten im Feldzug zurückgerufen, flieht und stiftet bei Athens Feinden Unruhe. Die Sizilienexpedition scheitert. Alles beginnt mit einer betrunkenen Wette, einem Meißel in der Nacht und einer Stadt, die nicht weiß, wem sie trauen kann.
Eine durchzechte Nacht, eine Stadt in Panik und ein aufgehender Stern, der sabotiert wird—alles, bevor die Schiffe überhaupt ablegen.