Ciceros Verteidigung für Milo
«Silent enim leges inter arma.» — Cicero, mitten im Mordprozess: „In Kriegszeiten schweigen die Gesetze.“ (Pro Milone, 52 v. Chr.)

Krieg übertönt das Gesetz.
Vor der römischen Jury im Jahr 52 v. Chr. verteidigte Cicero seinen Mandanten Milo, angeklagt wegen Mordes nach politischer Straßen-Gewalt. In seiner Rede Pro Milone warnte Cicero: «Silent enim leges inter arma» – wenn die Waffen sprechen, verstummt das Recht.
Wenn Regeln zerbrechen.
Ciceros Argument: Recht braucht Ordnung. Im Chaos zählt das Überleben zuerst – ein Gedanke, der Philosophen und Politiker bis heute beschäftigt. Der Satz wird immer dann zitiert, wenn Staaten in Notzeiten Gesetze beugen oder brechen.
Ciceros Satz, im römischen Gerichtssaal gesprochen, besagt: In Extremsituationen kann das Recht beiseitegeschoben werden – ein Prinzip, das sich durch Jahrhunderte von Krisen zieht.