Heute vor langer Zeit: Frühlingsfest für Aphrodite in Paphos
Anfang April: Der Duft von Myrte und gerösteter Gerste lag über Paphos – der Kult der Aphrodite feierte den Frühling mit geheimen Riten.

Aphrodites Frühlingsgeheimnisse auf Zypern.
Jeden Frühling feierte Paphos – das Herz des Aphrodite-Kults – ein Fest voller Düfte und Gesänge. Die Menschen zogen mit Myrtenzweigen und Gerstenkörben zur uralten Kultstätte und markierten so den Beginn der fruchtbaren Jahreszeit.
Ritualbäder für die Göttin und ihre Priesterinnen.
Priesterinnen, genannt ‚Peleiai‘ (Tauben), reinigten Aphrodites Statue mit Meerwasser und sich selbst in heiligen Becken. Es folgten Opfer von Feigenkuchen und Weihrauch – Spuren davon finden sich in griechischer Dichtung und römischer Nachahmung.
Zypern, Kreuzung der Göttinnenkulte.
Diese April-Riten vermischten griechische und vorderasiatische Traditionen. Manche Römer kopierten die Rituale für ihre Venus, aber auf Zypern verschmolz Aphrodites altes Frühlingsfest Mythos, Handel und den Rhythmus der Erde.
Die genauen Daten sind verloren, aber antike Quellen setzen Aphrodites Hauptfest in Paphos auf Anfang April – mit Prozessionen, Opfergaben und rituellen Bädern für die aus dem Meer geborene Göttin.