Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit

Der Vomitorium-Mythos: Was die Römer wirklich bauten

Ein 'Vomitorium' war kein Raum zum Erbrechen. Es war ein Stadionausgang.

Der Vomitorium-Mythos: Was die Römer wirklich bauten

Nicht zum Erbrechen: Das echte Vomitorium

Vergiss Hollywood: Ein römisches 'Vomitorium' war nie ein Raum, in dem Gelagegäste ihr Festmahl loswurden. Es ist Latein für einen Stadionausgang—ein steinerner Gang, durch den die Menge in Minuten hinausströmen konnte.

Menschenströme, nicht Völlerei

Das Kolosseum konnte 50.000 Menschen durch Dutzende Vomitorien leeren. Antike Autoren wie Ausonius nutzten den Begriff für Architektur—nie für Körperfunktionen. Der Massenerbrechen-Speisesaal? Reine spätere Erfindung.

Trotz Internet-Mythos: Kein Römer ging je ins 'Vomitorium', um sich nach dem Festessen zu erleichtern. Im römischen Bauwesen ist ein Vomitorium ein Durchgang oder eine Reihe von Türen unter oder hinter den Sitzreihen eines Amphitheaters—gebaut, damit Tausende Zuschauer auf einmal hinausströmen konnten. Das Wort kommt von 'vomere', ausspucken, aber es geht um Menschenmassen, nicht um Mageninhalt.

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