Römische Frauen konnten sich scheiden lassen
Wenn eine römische Matrone aus ihrer Ehe rauswollte, packte sie ihre Sachen, ging zur Tür hinaus und reichte die Scheidung ein—kein Prozess, kein Drama, keine Erlaubnis des Mannes nötig.

Roman Women Could Divorce Their Husbands, public domain
Rausgehen reichte schon
Wenn eine römische Ehefrau sich scheiden lassen wollte, brauchte sie keinen Grund. Sie packte ihre Sachen, verließ das Haus ihres Mannes—und die Ehe war vorbei. Kein Richter, kein Anwalt, nicht einmal das Einverständnis des Mannes war nötig.
Die Elite-Frauen machten es vor
Zu Ciceros Zeiten war es unter reichen Römerinnen üblich, sich scheiden zu lassen und neu zu heiraten—oft aus politischen Gründen. Ciceros eigene Frau Terentia verließ ihn nach Jahren der Ehe. Die feine Gesellschaft tuschelte, aber das Gesetz stand auf ihrer Seite.
Schon im 1. Jahrhundert v. Chr. konnten Frauen in Rom die Scheidung einleiten, indem sie einfach auszogen und die Mitgift zurückgaben. Vor allem Frauen der Oberschicht—wie Ciceros eigene—nutzten das, wenn die Ehe scheiterte oder aus politischen Gründen. Es gibt Geschichten von vornehmen Damen, die mehrfach heirateten und sich wieder scheiden ließen. Das Gesetz erwartete, dass beide Partner bleiben—wenigstens für Besitz und Ruf—aber der Notausgang stand sperrangelweit offen.