Heute vor...: Die Volcanalia – Fest des Feuers
23. August – Römer bringen Fische, winzige Tiere und knisternde Fackeln zu Vulcanus, dem Gott des Feuers. Die Stadt hält den Atem an.

Unknown — "Wall painting: Polyphemus and Galatea in a landscape, from the imperial villa at Boscotrecase" (last decade of the 1st century BCE), public domain
Opfer für den Gott des Feuers.
Am 23. August ist Volcanalia. Die Römer versammeln sich an den Schreinen des Vulcanus und werfen Fische und kleine Tiere ins Feuer. Die Hoffnung: Den Hunger des Gottes stillen – er soll sich mit diesen kleinen Leben begnügen und die Häuser und Kornspeicher der Stadt vor Sommerbränden verschonen.
Eine Stadt am Rand der Nerven, wenn der Sommer endet.
Ende August liegt Angst in der Luft über Rom. Gewitter, ausgedörrte Felder und die ständige Gefahr von Bränden halten alle wachsam. Die Volcanalia ist ein nervöses Ritual, so praktisch wie fromm – ein verzweifelter Pakt der Gemeinschaft mit der unberechenbaren Jahreszeit.
Die Volcanalia war ein Fest der Opfergaben an Vulcanus – ein ängstliches Flehen um Gnade vor Feuer und der brodelnden Erde, denn im trockenen Spätsommer war Rom am verwundbarsten.