Vibius Pacarius und das vergiftete Bankett
Der römische Statthalter lädt seine Offiziere zum Bankett – und vergiftet sie alle.

Unknown — "Marble portrait of the emperor Antoninus Pius" (ca. 138–161 CE), public domain
Tödliches Dinner auf Korsika.
69 n. Chr., Rom im Bürgerkrieg. Vibius Pacarius, Statthalter von Korsika und Sardinien, steht vor der Wahl. Die Offiziere der Insel halten zu Otho, dem Kaiser in Rom. Pacarius nicht. Also lädt er sie zum Bankett – und lässt sie, während sie trinken, einen nach dem anderen vergiften.
Ein Plan, der nach hinten losgeht.
Pacarius wollte die Insel zu Vitellius zwingen – bis die Einheimischen Wind davon bekommen. Wütend über den Verrat und voller Angst vor römischer Rache packen seine eigenen Soldaten Pacarius und schlachten ihn öffentlich ab. Sein Spiel dauerte kaum eine Woche.
Wenn Loyalität nichts zählt.
Roms Bürgerkriege machten und zerstörten Männer in Tagen. Im Chaos konnte ein Statthalter ein Festmahl vergiften – und am nächsten Morgen selbst im eigenen Hof zerhackt werden.
Vibius Pacarius wollte eine ganze Provinz in den Bürgerkrieg reißen. Als sein Plan aufflog, griff er zu Gift und Verrat – und endete zerhackt im Hof, von seinen eigenen Männern hingerichtet.