Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit, 2. Jahrhundert n. Chr.

Römer trugen Socken im kalten Britannien

Ein römischer Soldat zieht sich dünne Wollsocken über die Sandalen – ein Regentag in Britannien.

Römer trugen Socken im kalten Britannien

Giovanni Battista Tiepolo — "The Meeting of Antony and Cleopatra" (ca. 1745–47), public domain

Socken in Sandalen: Römischer Stil

Ein römischer Soldat zieht sich dünne Wollsocken über die Sandalen – nicht aus Mode, sondern weil der Wind durch Leder und nackte Füße schneidet.

Archäologie im Matsch: Sockenreste

Archäologen fanden Reste gewebter Socken in den Kastellen am Hadrianswall – aus Wolle, manchmal sogar mit abgetrennten Zehen für Sandalen. Die Legionäre ließen sich vom britischen Wetter nicht einschüchtern. Manche stopften sogar Stroh in die Schuhe für extra Wärme.

Togen nur bei Sonnenschein

Von London bis an die schottische Grenze passte sich die römische Armee an britischen Matsch und Regen an. Beweis dafür, dass selbst Eroberer vor Kälte kapitulieren – und manchmal ist Stil das erste Opfer.

Archäologen fanden Reste gestrickter Wollsocken – extra für Sandalen – in den Müllgruben römischer Kastelle am Hadrianswall. Die Soldaten im eisigen Norden waren keine Wetterhelden – sie schichteten Kleidung, stopften manchmal sogar Stroh in die Schuhe. Das Imperium, das Bäder und Togen brachte, hatte kein Problem damit, für Wärme ein bisschen uncool auszusehen.

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