Der Tod der Verginia
Ein römischer Vater zieht seinen Dolch – und tötet seine eigene Tochter mitten auf dem Forum.

El Greco (Domenikos Theotokopoulos) — "Christ Healing the Blind" (ca. 1570), public domain
Blut auf Roms Pflastersteinen.
449 v. Chr. wollte Appius Claudius, Roms mächtigster Magistrat, Verginia als Sklavin beanspruchen. Ihr Vater Verginius sah keinen Ausweg. Er bat um einen Moment mit ihr – dann zog er das Messer und tötete sie zu seinen Füßen.
Das Messer, das die Tyrannei brach.
Die Menge tobte. Die Nachricht raste durch Rom. Diese brutale Tat entfachte Empörung und stürzte die Herrschaft der Decemvirn in wenigen Tagen. Livy sagt: Die Republik wurde durch eine einzige, verzweifelte Tat aus Liebe – und Gewalt – gerettet.
Verginius opferte seine Tochter, um sie vor der Gier eines Tyrannen zu retten – und entfachte damit einen Aufstand, der ein Regime stürzte.