Toiletten in römischen Hochhäusern
Im Rom des 2. Jahrhunderts kippten Mieter ihren Nachttopf aus dem Fenster—oder stiegen hinauf zur Gemeinschaftstoilette auf dem Dachboden.

Unknown — "Table" (ca. 1775–80), public domain
Das Wolkenkratzer-Problem des alten Rom
Im Rom des 2. Jahrhunderts lebten manche in Häusern mit bis zu sechs Stockwerken. Wer aufs Klo musste, ging ganz nach oben—oder kippte den Nachttopf aus dem Fenster.
Keine Leitungen für die Armen
Die meisten Insulae hatten nur im Erdgeschoss eine rudimentäre Wasserversorgung. Oben nutzten die Mieter Gemeinschaftslatrinen oder improvisierten einfach und warfen den Abfall hinaus. Wer nachts durch die Straßen Roms lief, musste mehr ausweichen als Karren und streunenden Hunden—man hörte auf fallende Nachttöpfe.
Die Insulae—mehrstöckige Mietshäuser—hatten oft nur im Erdgeschoss Wasserleitungen. Funde in Ostia und Rom zeigen: In den oberen Stockwerken gab es manchmal Gemeinschaftslatrinen mit Schächten direkt auf die Straße—oder gar nichts. Wer oben wohnte, warf den Nachttopf auch mal einfach aus dem Fenster. Nachts war der Gehweg ein gefährliches Pflaster.