An diesem Tag: Der Tod des Demetrios Poliorcetes
22. Juni 283 v. Chr.: Demetrios „der Städtebelagerer“ stirbt – einst König, jetzt königlicher Gefangener, der sogar seine eigenen Träume überlebt hat.

Unknown — "Piping and Dancing Satyr" (300–100 BCE), CC0
Der König, der Städte stürmte, stirbt in Ketten.
Demetrios Poliorcetes, berühmt für seine gigantischen Belagerungsmaschinen, starb weit entfernt von jedem Schlachtfeld. Einst gefürchtet von Athen bis Zypern, wurde er von Seleukos gefangen genommen und zum Dahinvegetieren verurteilt – gut behandelt, aber nie wieder frei.
Vom Eroberer zum Gefangenen.
Seine Spitznamen waren legendär – der Städtebelagerer, der Spieler-König. Sogar seine Feinde bewunderten bei seinem Tod seinen Mut. Doch derselbe unruhige Ehrgeiz, der ihn groß machte, führte auch ins Verderben – sein Reich zerschlagen, seine Legende überlebte sein Glück.
Demetrios war Belagerungsmeister, Spieler und König – sein Tod in Gefangenschaft markierte das Ende eines der kühnsten Akteure der hellenistischen Welt.