An diesem Tag: Ausgedörrte Felder und stille Straßen
14. August in Athen: Die Erde ist rissig, die Luft steht, und die Stadt wartet auf das Versprechen von Regen.

Painter of Athens 10464 — "Terracotta kantharos (drinking cup with vertical handles)" (ca. 450–425 BCE), public domain
Athen keucht unter einem gnadenlosen Himmel.
Im August sind die Felder vor Athen grau und aufgesprungen von der Dürre. Strohreste knirschen unter Sandalen, selbst die Olivenbäume wirken hoffnungslos. Die Stadt ist unruhig, das Warten auf Regen liegt schwer in jedem Gespräch.
Die angespannte Stille vor dem Herbst.
Das Ende des Sommers ist für Bauern tote Zeit: Zu spät zum Säen, zu früh für die Hoffnung auf Ernte. In den Tempeln häufen sich Opfergaben, Gebete um Regen steigen mit dem Staub empor. Alle warten – die Augen am Horizont.
Mitte August ertragen die Athener Hitze und Dürre, in der Hoffnung, dass die ersten Stürme den langen, harten Sommer brechen.