Benutzten Spartaner wirklich nur Eisen als Geld?
Stell dir einen Spartaner auf dem Markt vor, wie er ein Bündel schwerer Eisenstangen statt Münzen schleppt. Dieses Bild hält sich seit Jahrhunderten.

Unknown — "Idealized Head" (50 BCE–100 CE), CC0
Der Mythos vom Eisengeld
Man erzählt uns, die Spartaner hätten Münzen verachtet und schwere Eisenstangen zum Markt geschleppt. Eine Stadt von Kriegern, die keinen Wert auf Reichtum legte – nur pures Eisen, zu schwer zum Stehlen oder Bestechen.
Die Wahrheit über spartanisches Geld
Die Spartaner führten tatsächlich eiserne Spieße als ungewöhnliche Währung ein, aber Münzen wurden nie ganz verboten. Archäologen fanden ausländische Münzen in Sparta und Berichte über Spartaner, die Gold besonders im Ausland nutzten. Die Geschichte vom Eisengeld war auch Propaganda – ‚wir sind härter, ärmer, unbestechlich‘.
Wie entstand dieser Mythos?
Vieles stammt von späteren Autoren wie Plutarch, die die spartanische Tugend romantisierten. Er war selbst nie dort – er schrieb Jahrhunderte später, geprägt von Legenden und Moralfabeln. Die echten Spartaner waren pragmatisch, keine Fanatiker in Sachen Metall.
Spartaner nutzten tatsächlich große Eisenstücke als Währung, aber das war weder ihre einzige noch ihre wichtigste Geldform – und Silber und Gold wurden nie komplett verboten. Archäologen fanden ausländische Münzen im Handel und sogar eigene kleine Prägungen aus späterer Zeit.