Sejanus: Der Mann hinter dem Thron
Jahrelang unterschreibt Sejanus kaiserliche Dekrete, während Tiberius auf Capri schmollt – das Schicksal Roms in fremden Händen.

Salvator Rosa — "The Dream of Aeneas" (1660–65), public domain
Schattenkaiser
Jahrelang unterschreibt Sejanus kaiserliche Dekrete, während Tiberius auf Capri schmollt – das Schicksal Roms in fremden Händen. Senatoren buhlen, Rivalen verschwinden, Gold fließt zu seinen Freunden.
Herr der Garde
Sejanus kommandiert die Prätorianergarde und holt ihre Kaserne erstmals direkt nach Rom. Er flüstert Tiberius ins Ohr, arrangiert Verbannungen und räumt still seinen Weg zur Macht frei. Die Stadt fürchtet und gehorcht ihm.
Sturz ohne Vorwarnung
Als der Kaiser endlich zuschlägt, wird Sejanus im Morgengrauen verhaftet – entkleidet, verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet. Seine Statuen fallen vor Mittag. In Rom hält kein Schatten ewig.
Sejanus begann als Kommandant der Prätorianergarde – der kaiserlichen Leibwache – und regierte das Reich schließlich aus dem Schatten. Er verbannte Rivalen, umgarnte Senatoren und schmiedete sogar Heiratspläne mit der kaiserlichen Familie. Doch als Tiberius endlich gegen ihn vorging, stand kein einziger Freund auf. In Rom ist Macht im Schatten immer nur einen Schritt von der Vernichtung entfernt.