Scipios Trick in der Schlacht von Ilipa
Im Morgengrauen stellt Scipio Africanus seine Truppen wie immer auf. Zu Mittag ist alles anders – sogar der Krieg.

Jacques Louis David — "The Death of Socrates" (1787), public domain
Täuschung im Morgengrauen.
206 v. Chr. bei Ilipa: Scipio stellt seine Legionen in der gewohnten Formation auf – Römer in der Mitte, Verbündete an den Flanken. Die Karthager spiegeln diese Aufstellung tagelang. Gewohnheit macht berechenbar.
Die Reihen werden getauscht.
Doch als die Sonne aufgeht und die karthagischen Soldaten zum Frühstück eilen, vertauscht Scipio heimlich die Positionen – römische Schwerinfanterie an die Flanken, Verbündete in die Mitte. Die Karthager stolpern aufs Feld – direkt in die Falle. Polybios beschreibt die Panik, als die römischen Flügel ihre Linien zerreißen.
Spanien entgleitet Karthago.
Karthagos Macht in Spanien zerbricht an einem einzigen Nachmittag. Rom gewinnt nicht nur eine Schlacht, sondern dreht mit einem kühnen, fast schon theatralischen Manöver den gesamten Krieg.
Mit einem kühnen Wechsel mitten in der Schlacht überlistet Scipio Karthago und kippt Spaniens Schicksal für immer zugunsten Roms.