Römische Toilettenhygiene
Toilettenpapier? Kannten die Römer nicht – aber geteilte Schwämme schon.

Das Tersorium: Schwamm am Stiel
Römische öffentliche Toiletten waren aufwendig: lange Marmorbänke mit Schlüsselloch-Sitzen. Alle nutzten dasselbe Reinigungswerkzeug – einen feuchten Meerschwamm, in Essig oder Wasser getaucht und weitergereicht.
Keimtausch auf Römisch
Manche Autoren wie Seneca beklagten die Hygiene der Gemeinschaftsschwämme. Archäologen fanden Latrinen mit Verfärbungen und mineralisierten Schwammresten – ein seltener Blick auf Roms empfindliche Seite.
In öffentlichen Latrinen reinigten sich die Römer mit einem Meerschwamm am Stiel, dem Tersorium. Nach Gebrauch wurde der Schwamm in einer Wasser-Rinne ausgespült – und wiederverwendet. Antike Autoren berichten von so manchem Magen-drehenden Moment.