Römische Ohrenschaufeln: Das antike Reinigungsset
Ein Blick in die Schminkdose einer Römerin—und da liegt ein schlanker Bronzelöffel, gemacht nur zum Entfernen von Ohrenschmalz.

Unknown — "Bronze statuette of a pantheress" (1st–2nd century CE), public domain
Beweis aus Bronze
Ein Blick in die Schminkdose einer Römerin—und da liegt ein schlanker Bronzelöffel, gemacht nur zum Entfernen von Ohrenschmalz. Diese winzigen Werkzeuge waren so alltäglich wie Pinzetten oder Nagelreiniger. Sogar der einfache Badehausbesucher hatte eines dabei.
Metall im Ohr—ganz wörtlich
Archäologen finden sie überall: in Gräbern, Häusern und sogar in den Abflüssen öffentlicher Bäder im ganzen Imperium. Das Design blieb über Jahrhunderte fast unverändert—eine dünne, flache Schaufel an einem schlanken Griff, manchmal an einer Kette mit anderen Pflegewerkzeugen. Römische Hygiene hieß: tief rein, Metall zuerst.
Archäologen finden Dutzende dieser Ohrenschaufeln, oft an Ketten mit Nagelreinigern und Pinzetten. Sie gehörten zur Standardhygiene aller Schichten. Wattestäbchen? Die Römer setzten auf Metall—und meinten es ernst mit der Körperpflege.