Römer kippten Nachttöpfe auf die Straße
Du konntest im antiken Rom spazieren – und plötzlich landete ein Nachttopf aus dem Fenster über dir.

Romans Emptied Chamber Pots Into the Street, public domain
Die Gefahr von oben
Du konntest im antiken Rom durch die Straßen gehen – und plötzlich landete ein Nachttopf aus dem Fenster über dir. Kein Wunder, dass die Leute nachts in engen Vierteln dicht an den Wänden entlangschlichen.
Römisches Recht und städtisches Chaos
Bewohner von Mietskasernen kippten ihre nächtlichen Abfälle – Urin und Schlimmeres – oft direkt auf die Straße. Das Digest des Justinian berichtet von Klagen wegen Verletzungen durch herabfallenden Dreck. Wurdest du getroffen, konntest du den Hausbesitzer verklagen. Nachbarschaftlich ist das nicht gerade.
Bewohner römischer Mietshäuser warfen ihre nächtlichen Hinterlassenschaften – Urin und Schlimmeres – oft einfach auf die Straße. Manche Gesetze versuchten das zu regeln, aber Dokumente wie das Digest des Justinian zeigen, wie alltäglich „Verletzungen durch Herabgeworfenes oder Ausgegossenes“ waren. Traf es dich, haftete der Hausbesitzer – nicht der Übeltäter. Das urbane Rom war geschäftig, überfüllt und gefährlich auf mehr Arten, als du denkst.