Römische Küchen-Chirurgiekästen
Du öffnest eine Küchenschublade in Pompeji – und findest Skalpelle, Knochensägen und Zangen.

Unknown — "Cameo: Julio-Claudian Imperial Portrait" (30 BCE–54 CE), CC0
Chirurgiewerkzeug neben Brotmessern
Du öffnest eine Küchenschublade in Pompeji – und findest Skalpelle, Knochensägen und Zangen. Keine Museumsstücke, sondern echte Alltagswerkzeuge römischer Familien.
Hausmedizin auf römisch
Archäologen haben komplette Chirurgiekästen in privaten römischen Haushalten entdeckt, direkt zwischen den Alltagsutensilien. Chirurgie war nicht nur Sache der Ärzte: Notfälle, Knochenrichten, sogar kleinere Eingriffe fanden oft direkt am Küchentisch statt.
Archäologen haben komplette Chirurgiesets in privaten römischen Haushalten gefunden, oft direkt neben Töpfen und Pfannen. Wohlhabende Familien hielten sich manchmal eigene glänzende Bronzeinstrumente für Notfälle, kleinere Eingriffe oder den Besuch des Arztes. Medizin fand nicht nur im Tempel oder in der Klinik statt – der OP-Tisch konnte auch der Küchentisch sein.