Roms Ketchup: Garum, die vergorene Fischsoße
Das meistverkaufte Würzmittel Roms bestand aus vergammelten Fischinnereien.

Fermentation im großen Stil
Von Spanien bis Sizilien stanken ganze römische Städte nach Garum—Fischabfälle, gesalzen und unter der Sonne zum Verrotten liegen gelassen. Die entstehende Flüssigkeit gab römischen Gerichten den ultimativen Umami-Kick.
Eine Ware, die ihren Geruch wert war
Garum war ein Riesengeschäft. Archäologen fanden gestempelte Amphoren und Fabrikruinen an den Mittelmeerküsten. Manche Sorten kosteten ein Vermögen—andere ertrugen nur die Ärmsten.
Garum, eine salzige, fermentierte Fischsoße, würzte alles—vom Brot bis zum Nachtisch. Fabriken produzierten tausende Amphoren; der Gestank und der Exportgewinn waren nicht zu übersehen.