Heute vor X Jahren: Nundinae—Roms neunter Markttag
11. September, der neunte Tag—die Nundinae—schlagen im römischen Kalender ein. Bauern, Bäcker und Klatschbasen stürmen die Stadtmärkte.

Camille Corot — "Hagar in the Wilderness" (1835), public domain
Das Forum platzt vor Bauern und Lebensmitteln.
Die Nundinae waren Markttag auf römisch—wild und laut. Auswärtige boten Käselaibe, Knoblauchzöpfe und Feigenkörbe an. Jeder Bürger—reich oder arm—drängelte um das beste Angebot. Es war laut, es war voll, und wer sich am Matsch nicht störte, erlebte Rom von seiner lebendigsten Seite.
Zwischen Feigen und Brot brodeln Neuigkeiten und Politik.
Die Märkte waren Roms Gerüchteküche. Es ging nicht nur um Eier—zwischen den Ständen summte das neueste politische Geflüster. Selbst die Magistrate mischten sich unters Volk, immer mit gespitzten Ohren für Anzeichen von Unruhe oder aufkeimendem Ehrgeiz über billigem Wein.
Alle neun Tage verwandelte sich Rom—Landbewohner strömten herein mit Brot, Käse, Gerüchten und der Hoffnung auf ein gutes Geschäft. Heute ging es nicht nur ums Einkaufen, sondern auch um Neuigkeiten, Klatsch und Politik, die zwischen Oliven und Münzen getuschelt wurden.