Römische Urinale waren Weinfässer
Tritt in eine römische Taverne und du entdeckst vielleicht ein ramponiertes Weinfass in der Ecke – umfunktioniert zum öffentlichen Urinal.

Unknown — "Marble calyx-krater with reliefs of maidens and dancing maenads" (1st century CE), public domain
Urinale im Weinfass-Versteck
Tritt in eine römische Taverne und du entdeckst vielleicht ein ramponiertes Weinfass in der Ecke – umfunktioniert zum öffentlichen Urinal. Keine Privatsphäre, nur das Klirren der Becher und ein stechender, scharfer Geruch. Willkommen beim Ausgehen in Pompeji.
Abfall war Teil des Wäschekreislaufs
Archäologen fanden heraus, dass diese Fässer mehr als nur Körperabfälle sammelten. Walker – professionelle Wäscher – zahlten dafür, den ammoniakhaltigen Urin abzutransportieren, um Kleidung zu reinigen und zu bleichen. Von der Taverne bis zur Tunika – Recycling wurde in Rom ernst genommen.
Archäologen in Pompeji und Herculaneum fanden Weinkrüge und Holzfässer, die als Urinale in Kneipen und Badehäusern dienten. Sie sammelten nicht nur Urin, sondern auch wertvolle ammoniakhaltige Flüssigkeit für die Walker – die Wäschereiarbeiter – um die Ecke. Der Gestank gehörte einfach zum Viertel.