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Fakt·Antikes Rom·Späte Republik und frühe Kaiserzeit

Totenmasken bei römischen Trauerzügen

Römische Begräbniszüge zeigten Wachsmasken der Verstorbenen – manchmal von Menschen, die seit Generationen tot waren.

Totenmasken bei römischen Trauerzügen

Ein Zug der Toten

In Rom boten die prunkvollsten Begräbnisse ein seltsames Schauspiel: Schauspieler marschierten mit Masken, jede ein Abbild eines verstorbenen Ahnen. Keine Halloween-Requisiten – sondern Totenmasken, direkt vom echten Gesicht abgenommen.

Familienmuseen im Wohnzimmer

Patrizierhäuser stellten diese Masken in Holzschränken aus. Bei einer Beerdigung traten die "Ahnengespenster" in voller Tracht auf. Polybios berichtet, dass diese Masken das Familiengedächtnis bewahrten – und jedem die Macht der Dynastie vor Augen führten.

Patrizierfamilien in Rom bewahrten Wachsmasken (imagines) ihrer Ahnen zu Hause auf. Bei Begräbnissen trugen Schauspieler diese lebensechten Masken im Zug und ließen so Generationen der Familie wieder auferstehen. Funde und Berichte von Polybios zeigen: Die Masken waren bemalt, oft sogar mit echtem Haar versehen – unheimlich realistisch. Die "Ahnengespenster" marschierten wieder – das brachte Status und Gänsehaut.

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