Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit (1.–3. Jahrhundert n. Chr.)

Mit den Toten tafeln: Römische Grabmahle

Einmal im Jahr versammelten sich die Römer an den Gräbern ihrer Familie, um mit den Toten zu essen und zu trinken.

Mit den Toten tafeln: Römische Grabmahle

Friedhofspicknick—Ein jährliches Ritual

Einmal im Jahr, während der Parentalia, packten römische Familien Käse, Brot, Honigkuchen und Wein ein und versammelten sich an den Gräbern ihrer Ahnen zum gemeinsamen Mahl. Es war kein Trauerschmaus. Kinder spielten. Es wurde gelacht. Die Lebenden und die Toten—zumindest für einen Nachmittag vereint.

Die Toten wortwörtlich füttern

Manche Gräber hatten Röhren, die direkt in die Grabkammer führten, damit Wein oder Speisen zu den Gebeinen gegossen werden konnten. Archäologen fanden Bänke für die Lebenden und Amphoren für Opfergaben—ein Friedhof als Festplatz. Der Tod war in Rom kein Exil, sondern nur ein weiterer Platz am Familientisch.

Sie brachten Picknickkörbe, Wein und Lieblingsspeisen auf den Friedhof—manchmal fütterten sie die Toten sogar durch spezielle Öffnungen im Grab. Archäologen fanden Gräber mit eingebauten Sitzbänken und Keramikröhren, durch die Opfergaben direkt zu den Verstorbenen gelangten.

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