Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit, 1.–3. Jh. n. Chr.

Römische Frauen benutzten heiße Lockenstäbe

Eine Sklavin klemmt ihrer Herrin einen Bronzeröhren-Streifen ins Haar und drückt ihn dann in die glühende Glut.

Römische Frauen benutzten heiße Lockenstäbe

Sir Lawrence Alma-Tadema — "At the Shrine of Venus" (ca. 1889), public domain

Locken machen – römischer Stil

Ein römischer Morgen begann mit dem Zischen von heißem Bronze. Die Sklavin erhitzte ein Metallröhrchen – das calamistrum – auf Kohlen, wickelte das Haar darum und zauberte so feste Locken.

Pompejis Schönheitstricks

Archäologen fanden angesengte Lockenstäbe in den Villen der Reichen von Pompeji, und römische Dichter machten sich über Frauen lustig, die sich für die perfekte Welle Haarsträhnen abbrannten. Die Beauty-Industrie war damals schon brandgefährlich.

Was wie ein moderner Lockenstab aussieht, taucht zuerst im alten Rom auf – inklusive Brandspuren. Archäologen fanden bronzene Zangen, genannt ‚calamistrum‘, geschwärzt vom Gebrauch, in den Schlafzimmern von Pompeji. Römische Dichter witzeln über verbrannte Kopfhaut und versengte Haare – Schönheit tut eben immer ein bisschen weh.

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