Früheste Feuerversicherung: Die römischen Collegia
Bevor man den Versicherungsvertreter anrief, traten Römer Clubs bei, die Hilfe versprachen, falls das Haus abbrannte.

Unknown — "Bronze statuette of a pantheress" (1st–2nd century CE), public domain
Römische Nachbarschaftsclubs gegen das Feuer
Lange vor der Feuerwehr war das Leben in der römischen Stadt brandgefährlich. Also schlossen sich Nachbarn zu collegia zusammen—Versicherungsclubs, in denen Mitglieder Beiträge zahlten. Brachte ein Feuer das Haus zum Einsturz, half der Club mit Reparaturen oder bot Notunterkunft.
Risiko teilen, nicht nur Wein
Manche collegia funktionierten fast wie heutige Versicherungen: Es gibt Belege für feste Auszahlungen an Familien nach Unglücken, Beerdigungen oder Hauseinstürzen. Das waren keine Wohltäter—sondern formelle, vertraglich gebundene Gruppen, nur ein abgebranntes Dach vom antiken Risikomanagement entfernt.
Archäologen fanden Hinweise auf collegia—Nachbarschaftsvereine im antiken Rom—die wie frühe Feuerversicherungen funktionierten: Mitglieder legten Geld für Notfälle wie Brände oder Beerdigungen zusammen. Manche zahlten nach Katastrophen sogar feste Summen an Familien aus—Jahrhunderte vor der modernen Versicherung.