Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit, 1.–3. Jh. n. Chr.

Römische Babys tranken Wein

Römische Eltern tauchten manchmal ein Tuch in Wein und ließen ihre Babys daran nuckeln, um sie zu beruhigen.

Römische Babys tranken Wein

Unknown — "Chalcedony intaglio: Head of Jupiter Ammon" (1st–3rd century CE), public domain

Weingetränkte Schnuller für Babys

Römische Mütter tauchten manchmal ein weiches Tuch in Wein und ließen ihre Babys daran saugen. Der Wein wirkte als schneller, unkomplizierter Beruhiger bei Zahnschmerzen oder schlaflosen Nächten.

Die Ärzte wussten es – aber niemand hielt sie auf

Römische Mediziner wie Soranus und Galen erwähnten diesen Trick tatsächlich. Soranus warnte vor den Risiken, gab aber zu: Es funktionierte. Über Jahrhunderte schliefen römische Babys mit Weingeschmack auf der Zunge ein.

Medizinische Texte von Galen und Soranus berichten davon: Wein als Beruhigungsmittel, direkt in den Mund des quengelnden Säuglings. Soranus, der Kinderarzt der Römer, warnte zwar – aber Wein beruhigte, linderte Schmerzen und half beim Einschlafen. Mittagsschlaf mit Alkohol war Alltag.

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