Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit

Römer trugen Unterwäsche – und wuschen sie selbst

Greif unter eine römische Tunika und du findest Leinenhosen – plötzlich wirkt nichts mehr so antik.

Römer trugen Unterwäsche – und wuschen sie selbst

baron François Gérard — "Madame Charles Maurice de Talleyrand Périgord (1761–1835)" (ca. 1804), public domain

Unter der Tunika: Römische Unterhosen

Du dachtest, Römer gingen unter Toga und Tunika unten ohne? Von wegen. Von Pompeji bis Rom haben Archäologen Bündel von Leinen-Subligacula ausgegraben – Schlüpfer, Shorts, sogar Lendenschurze. Manche trugen den Namensstempel des Besitzers – Beweis, dass Wäscheverwechslungen keine moderne Plage sind.

Waschen, spülen, wiederholen: Die Drecksarbeit

Pompejanische Wäschereien kümmerten sich nicht nur um Togas. Graffiti und Kalkränder zeigen: Hier wurden Unterhosen und Socken haufenweise geschrubbt – manchmal direkt im öffentlichen Brunnen. Für die Römer war das Wechseln und Waschen der eigenen Unterwäsche Alltag, kein Skandal.

In Pompeji fanden Archäologen Stapel von Leinen-Subligacula – echte Unterwäsche, teils sogar mit Monogramm. Graffiti vor einer fullonica (Wäscherei) zeigen: Männer und Frauen gaben ihre verschwitzten Unterhosen zum Waschen ab – oder schrubbten sie selbst in öffentlichen Brunnen.

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