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Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit (1. Jh. n. Chr.)

Graffiti in Pompeji: Antikes Social Media

Wer durch Pompeji läuft, sieht Beleidigungen, Liebesbotschaften und schmutzige Witze direkt in die Wände gekratzt.

Graffiti in Pompeji: Antikes Social Media

Rosa Bonheur — "The Horse Fair" (1852–55), public domain

Pompejis Wände hatten eine Stimme

Wer durch Pompeji läuft, sieht Beleidigungen, Liebesbotschaften und schmutzige Witze direkt in die Wände gekratzt. Die Gebäude der Stadt sind übersät mit Graffiti – Tausende Botschaften, manche derb, andere verschmitzt clever.

Toilettenwände der Antike

Archäologen fanden alles: von „Ich war hier“-Sprüchen über anzügliche Einladungen bis zu poetischen Einzeilern. Es gibt sogar politische Parolen und Beschwerden über schlechtes Brot. Graffiti war nicht versteckt – es war öffentlicher Dialog.

Archäologen haben in Pompeji Tausende Graffiti entdeckt – von expliziten Liebeserklärungen über Beschwerden über Vermieter bis zu simplen Prahlereien wie „Secundus vögelt gern Jungs“. Manche sind Gedichte, andere obszöne Zeichnungen, viele erinnern an heutige Toilettenwände. Das war kein Vandalismus – es war tägliche Kommunikation, sichtbar für Nachbarn, Sklaven und die Elite der Stadt.

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