Musonius Rufus: Lernen von jedem
«Ὅπου γὰρ ἄν τι καλὸν ᾖ, ἐκεῖ πρέπει μαθεῖν.» — „Wo immer es etwas Gutes gibt, sollte man es lernen.“ Musonius Rufus, verbannt und verfolgt, sprengt die Grenzen des Klassenzimmers.

Salvator Rosa — "Self-Portrait" (ca. 1647), public domain
Jeder Lehrer, überall.
Musonius Rufus, zitiert in Stobaios’ Florilegium III.29.83, sagt: «Ὅπου γὰρ ἄν τι καλὸν ᾖ, ἐκεῖ πρέπει μαθεῖν.» — „Wo immer es etwas Gutes gibt, sollte man es lernen.“ Für Musonius war Weisheit nicht an Akademie oder Senat gebunden.
Philosophie kennt keine Mauern.
Musonius glaubte, die Welt sei voller zufälliger Lehrer. Stolz ist der Feind des Wachstums. Selbst ein Kind, ein Sklave oder ein Fremder kann dir zeigen, wie man besser lebt – wenn du zuhörst und dein Ego vorher ablegst.
Musonius kümmerte sich nicht um Rang oder Schulmauern. Zeigt dir ein Sklave oder Fremder Weisheit, dann nimm sie an – Demut ist der Preis des Lernens.