Polykrates und die Herausforderung an das Schicksal
Ein Tyrann wirft seinen Smaragdring ins Meer—und fordert die Götter heraus, ihn zu stürzen. Am nächsten Tag bringt ein Fischer ihm einen riesigen Fisch—und darin glänzt der Ring zurück.

Salvator Rosa — "Self-Portrait" (ca. 1647), public domain
Der Ring im Fisch
Ein Tyrann wirft seinen Smaragdring ins Meer—und fordert die Götter heraus, ihn zu stürzen. Am nächsten Tag bringt ein Fischer ihm einen riesigen Fisch—und darin glänzt der Ring zurück.
Herrschen mit Glück und Eisen
Polykrates’ Herrschaft über Samos war golden und furchteinflößend. Seine Feinde fielen, seine Flotten fegten über die Ägäis, und das Glück war ihm zu sehr hold, raunte man. Herodot berichtet, sogar Pharao Amasis beendete das Bündnis, überzeugt, dass kein Mensch so lange so viel Glück haben konnte.
Wenn das Glück kippt
Polykrates’ Ring, vom Meer zurückgegeben, wirkte wie ein Omen, das er nicht hören wollte. Bald wendete sich das Blatt: Er wurde verraten, gefangen genommen und von den Persern gekreuzigt. Manchmal beantworten die Götter eine Herausforderung.
Polykrates’ Herrschaft über Samos war golden und furchteinflößend. Seine Feinde fielen, seine Flotten beherrschten die Ägäis, und das Glück schien ihm zu sehr zu winken, munkelte man. Herodot erzählt, sogar Pharao Amasis löste das Bündnis, überzeugt, dass kein Sterblicher so lange so viel Glück haben konnte. Polykrates’ Ring, vom Meer zurückgegeben, wirkte wie eine Warnung, die er ignorierte.