Plinius der Jüngere: Augenzeuge der Katastrophe
„Eine Wolke von ungewöhnlicher Größe und Gestalt stieg auf.“ – Plinius der Jüngere beschreibt in einem Brief an Tacitus den Ausbruch des Vesuvs, während er passiert.

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„Eine Wolke von ungewöhnlicher Größe und Gestalt stieg auf.“ So beginnt Plinius der Jüngere seinen Bericht über den Vesuvausbruch im Jahr 79 n. Chr., verfasst in einem Brief an den Historiker Tacitus (Briefe 6.16). Von seiner Villa aus sah Plinius, wie Panik um sich griff, Asche die Sonne verdunkelte und der Berg seine Wut entlud.
Ein Römer erlebt die Katastrophe.
Plinius’ präzise, fast wissenschaftliche Beschreibung half späteren Geologen, das Geschehen in Pompeji zu rekonstruieren. Seine Worte fingen nicht nur das Spektakel ein, sondern auch die Angst: fliehende Menschen, Mittag in Dunkelheit, das Meer, das sich zurückzog, während die Erde bebte. Ohne Plinius’ Brief wüssten wir über diesen Tag kaum etwas.
Das ist einer der frühesten überlieferten Augenzeugenberichte einer Naturkatastrophe – geschrieben von Plinius dem Jüngeren, während er zusah, wie der Vesuv Pompeji verschlang.