Platon über Demokratie
„Wenn ein Mann, der nie segeln gelernt hat, das Steuer beansprucht – würdest du ihn ans Ruder lassen?“ So zerlegt Platon in der Politeia die Demokratie mit einem Gleichnis.

Keine Seeleute, nur Stimmen.
In der Politeia (Buch VI) stellt Platon die Grundidee der athenischen Demokratie infrage: Warum sollte jeder Bürger gleich viel mitbestimmen dürfen – so wenig wie zufällige Passagiere das Schiff steuern sollten? Die Stadt, so Platon, braucht ausgebildete Philosophen, keine Beliebtheitswettbewerbe.
Warnung statt Anleitung.
Platons Gleichnis traf im Athen seiner Zeit einen Nerv – schlechte Politik folgte oft der Laune des Volkes. Sein Misstrauen gegenüber der Demokratie hallt bis heute nach – und nervt immer noch Generationen von Politikern.
Platon verglich das Regieren mit dem Steuern eines Schiffs – in der Demokratie reißen die Unkundigen das Kommando an sich. Für ihn ein Rezept für die Katastrophe.