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Zitat·Antikes Griechenland·Klassisches Athen (430 v. Chr.)

Perikles über die athenische Bürgerschaft

„Unsere Verfassung heißt Demokratie, weil die Macht nicht in den Händen einer Minderheit, sondern des ganzen Volkes liegt.“ — Perikles, Grabrede, aufgezeichnet von Thukydides.

Perikles über die athenische Bürgerschaft

Demokratie – auf dem Schlachtfeld definiert

Nach dem ersten Jahr des Peloponnesischen Krieges sprach Perikles zu den trauernden Bürgern Athens. In einer Rede, die Thukydides festhielt, erklärte er: „Unsere Verfassung heißt Demokratie, weil die Macht nicht in den Händen einer Minderheit, sondern des ganzen Volkes liegt.“ Das war nicht nur Trost – sondern eine Kampfansage an alle alten Herrschaftsformen.

Nicht nur eine Rede – ein Manifest der Bürgerschaft

In wenigen Sätzen brachte Perikles auf den Punkt, was Athen besonders machte. Bürger zu sein bedeutete Verantwortung und Stolz auf gemeinsame Entscheidungen. Thukydides bewahrte diese Rede als den Moment, in dem Athen seine eigenen Ideale formulierte – selbst als die Stadt dem Abgrund entgegensah.

Perikles’ Worte in Athens dunkelster Stunde zeigen einen radikalen Stolz auf die Mitbestimmung – und ein neues Verständnis von Bürgersinn, das westliche Vorstellungen von Zugehörigkeit und Pflicht für immer prägte.

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