Parfümfabriken bedufteten das antike Athen
Geh an einem heißen Tag über die Agora und fang einen Hauch von Zimt, Myrrhe und Iris auf – Düfte aus den Parfümwerkstätten, die hinter den Marktständen klappern.

Unknown — "Terracotta plemochoe (vase for perfume)" (5th century BCE), public domain
Athener Markt – ein Meer aus Duft
Hinter dem Stimmengewirr und dem Klimpern der Münzen in der Agora brodelten Tonbottiche voller Düfte. Zimt, Iris und Myrrhe wurden mit Öl verkocht, gefiltert und flaschenweise verkauft. Auf Tonscherben sind noch heute molekulare Spuren dieser alten Parfüms nachweisbar.
Parfüm: Großes Geschäft und tägliches Ritual
Parfüms waren nicht nur für Feste. Sie begleiteten religiöse Rituale, Beerdigungen und sogar das Abreiben der Athleten nach dem Wettkampf. Die Parfümindustrie beschäftigte Töpfer, Händler und Duftmischer – alle jagten dem perfekten Aroma nach.
Archäologen fanden nahe Athens Marktplatz Reihen von Tonbottichen und Aschegruben – Beweise für industrielle Parfümherstellung. Parfüm war nicht nur Luxus, sondern ein Geschäft: Duftöle für Rituale, Beerdigungen und die tägliche Hautpflege. Rezepte überdauerten auf Tontafeln; auf Tonscherben haften noch Spuren des antiken Aromas.