Heute vor Urzeiten: Das Pandia-Fest
27. März: Im Licht des Vollmonds ehrten die Athener Zeus Pandios mit Liedern, die bis tief in die Nacht glitzerten.

Zeus Pandios und das Fest im Mondschein
Rund um den Vollmond im März versammelten sich die Athener zum Pandia-Fest. Die antiken Quellen sind vage, aber die Nacht galt Zeus Pandios – dem Beschützer der Stadt – und vielleicht auch der Stadt selbst. Die Rituale fanden auf der Akropolis unter silbrigem Mondlicht statt.
Bürgerstolz, heilige Lieder und politische Bühne
Das Pandia war mehr als nur ein religiöses Ritual. Es war ein öffentliches Ereignis mit Chorgesängen und manchmal großen Versammlungen. Manche Forscher meinen, das Fest war auch eine Bühne für Athens demokratischen Stolz – Musik als Kitt der Bürgerschaft, während der Mond über allem wachte.
Das Pandia war eines der weniger bekannten Frühlingsfeste Athens – halb mondbeschienene Feier, halb politisches Schaulaufen und vielleicht sogar der Geburtstag des Schutzgottes der Stadt.