Heute vor...: Nefastus – Ein verbotener Tag in Rom
2. Mai: Im Kalender steht nefastus – keine Klagen, keine Abstimmungen, keine Amtsgeschäfte. Öffentliche Stille, von den Göttern befohlen.

Nefastus: Ein Tag für die Götter, nicht die Menschen.
Im römischen Kalender waren manche Tage mit einem 'N' markiert – nefastus. An solchen Tagen: keine Versammlungen, keine Klagen, keine Beschlüsse – die Magistrate durften keine Staatsgeschäfte führen. Die Botschaft: Heute gehört den Göttern, nicht dem Senat.
Aberglaube regelt den Terminkalender.
Viele nefastus-Tage folgten auf große Feste oder Omen. Die Römer fürchteten, die Götter zu verärgern, wenn sie Heiliges mit Politik vermischten. Das öffentliche Leben wartete, bis die richtigen Zeichen – oder das passende Datum – zurückkehrten. Die Stadt tickte im Rhythmus der Rituale.
An nefastus-Tagen drückte Rom auf Pause. Nicht aus Faulheit, sondern aus Aberglaube – die Rituale waren wichtiger als die Politik.