Heute vor: Die Ludi Romani beginnen
2. September: Der Circus tobt – Roms älteste Spiele, die Ludi Romani, verwandeln die Stadt in ein Meer aus Lärm, Schweiß und Spektakel.

Jules Bastien-Lepage — "Joan of Arc" (1879), public domain
Der Auftakt zum lautesten Fest Roms.
Jeden September starten die Ludi Romani mit einem Opfer für Jupiter. Dann folgen Rennen, Theaterstücke und wilde Shows. Die ganze Stadt steht Kopf – alle sind auf den Straßen, jagen dem Glück nach oder feiern hemmungslos.
Von göttlicher Pflicht zum Publikumsmagneten.
Anfangs dienen die Spiele dazu, Jupiter zu ehren. Doch im Lauf der Jahrhunderte werden sie zum Herzstück des öffentlichen Lebens. Politiker suchen Ruhm, Dichter ihr erstes Publikum. Aber die meisten wollen einfach nur eine gute Show.
Siebzehn Tage, um den Alltag zu vergessen.
Für die Römer sind die Ludi Romani eine Flucht aus dem Trott. Siebzehn Tage am Stück: Jubel, Kostüme, Farbenmeer. In einer Stadt, die auf Ordnung gebaut ist, fühlt sich manchmal nur das Chaos heilig an.
Über zwei Wochen donnern Streitwagen vorbei, Schauspieler stolzieren in griechischen Masken, und jeder bekommt eine Portion uralter Frömmigkeit – und Party.