Heute vor...: Die Ludi Apollinares gehen weiter
7. Juli: Im römischen Zirkus tobt noch immer der Lärm—die Ludi Apollinares für Apollo lassen die Stadt auch am zweiten Tag leuchten.

Unknown — "Marble head of a Hellenistic ruler" (1st–2nd century CE), public domain
Tag zwei von Apollons Spielen
Seit 212 v. Chr. reservierte Rom eine Reihe heißer Julitage für die Ludi Apollinares—ein Fest voller Rennen, Spiele und Gebete um Apollons Gunst. Am 7. Juli summte die Stadt: Menschenmassen, Sprechchöre und das Donnern der Hufe im Circus Maximus.
Warum Apollo, und warum jetzt?
Das Fest entstand aus der Krise—Rom flehte Apollo um Hilfe an, als Hannibal aus dem Süden drohte. Über die Jahrhunderte wuchs das Spektakel: nicht nur Wagenrennen, sondern auch Theater, wilde Tiere und Festessen. Die Opfer loderten hell im Apollotempel auf dem Palatin.
Wenn die Stadt im Rausch lebt
Für die Römer war der Kalender mehr als Termine. Er war Rhythmus, Rausch und Ritual. Diese Feste nähten die Stadt zusammen—zwischen Hoffnung auf göttlichen Schutz und dem puren Kick des Spektakels.
Fast eine Woche lang verloren sich die Römer zu Ehren Apollons—Rennwagen rasten, Schauspieler schrien, und die Tempel qualmten vor Opfern.