Liebesbriefe—In Blei geritzt und vergraben
Archäologen entrollen ein dünnes, verbogenes Bleiblech—ein geheimer Liebesbrief, tief in einem athenischen Brunnen versteckt.

Théodore Rousseau — "The Forest in Winter at Sunset" (ca. 1846–67), public domain
Liebesbotschaften auf Metall, nicht auf Papier
Die alten Athener schrieben manchmal geheime Geständnisse oder Liebeswünsche—nicht auf Papyrus, sondern eingeritzt in schmale Bleistreifen. Diese 'Täfelchen' wurden dann eng zusammengerollt.
Von der Hand des Liebenden in die Tiefe
Hunderte solcher Bleibotschaften wurden in Brunnen und Heiligtümern rund um Athen gefunden. Die meisten waren Flüche, aber erstaunlich viele sind verworrene Liebeszauber, Bitten um Leidenschaft oder sogar Geständnisse—direkt an die Götter geschickt oder für immer verborgen.
Vor Papier und Privatsphäre ritzten Athener ihre Geheimnisse in Blei—und versteckten sie dort, wo kein Lebender sie finden sollte.